Telefon- und Online-Aktionstage am 15./16. Januar

Gegen die Verharmlosung der industriellen Landwirtschaft auf dem ErlebnisBauernhof und der Internationalen Grünen Woche!

Auf der Internationalen Grüne Woche, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, präsentieren über 1500 Aussteller in 26 Hallen ihre „Innovationen“ aus profitorientierter (Land-)Wirtschaft. Hier feiert sich alljährlich die Agrarindustrie selbst und verschleiert die mit den Profiten einhergehende Ausbeutung von Mensch, Tier* und Umwelt. Gleichzeitig dient die Messe zur Vernetzung der Akteur*innen aus Wirtschaft und Politik. Es handelt sich also um eine reine Lobby-Veranstaltung in mehrfachem Sinn.

Lasst die Verantwortlichen wissen, dass auch ihr mit diesem Spektakel nicht einverstanden seid! Weist in sozialen Netzwerken auf die Verlogenheit der Messe hin!
Ruft am 15. und 16 Januar direkt bei der Grünen Woche, dem ErlebnisBauernhof und verantwortlichen Lobbyvereinen an, schreibt eine Mail und/oder hinterlasst Kommentare auf ihren Social-Media-Seiten!

Sagt zum Beispiel, dass ihr mit der Verharmlosung der industriellen Tierhaltung auf dem ErlebnisBauernhof nicht einverstanden bist. Stellt die Diskrepanz zwischen grausamer Realität für Millionen von „Nutztieren“ und der geschönten Darstellung auf dem ErlebnisBauernhof richtig. Weist auf die Umweltzerstörung hin, die mit der industriellen Landwirtschaft verbunden ist. Kritisiert die Einflussnahme der Lobbys auf die Politik, die auf der Messe stattfindet. Zeigt die globalen Ungleichheiten innerhalb des kapitalistischen Systems auf. Lasst die Leute wissen, dass diejenigen, die vom jetzigen in jeder Hinsicht ausbeuterischen System profitieren und es verteidigen, dabei nicht länger unbeobachtet und ungestört bleiben. Bittet die Person, mit der ihr kommuniziert, eure Beschwerde an Verantwortliche weiterzutragen.

Bitte denkt daran, die Mitarbeiter*innen nicht persönlich zu beleidigen oder ihnen zu drohen.

Anrufen

Besonders effektiv ist es, direkt bei der Grünen Woche, dem ErlebnisBauernhof oder den ideellen Trägern anzurufen.

ErlebnisBauernhof:

Ingo Willoh (Pressesprecher FNL)
Telefon: +49 (0) 30 8866355-40
Mobil: +49 (0) 152-33967669

Dr. Anton Kraus (Geschäfsführung FNL)
Telefon: +49 (0) 30 8866355-0

Internationale Grüne Woche:
Lars Jaeger (Projektleitung)
Telefon: 030/ 3038-2029

Presseteam Internationale Grüne Woche:
Wolfgang Rogall (Stellvertretender Pressesprecher, Pressereferent der Messe)
Telefon: +49 (0)30/3038 2218,

Ilka Dreimann (Presseassistentin)
Telefon: +49 (0)30 3038 2267

Besucher/Aussteller: Allgemeine Fragen zur Grünen Woche
Telefon: +49 (0) 30 3038-0

Unternehmenssprecher:
Michael T. Hofer
Tel.: +49 (0) 3038-2270

Ideelle Träger der Internationalen Grünen Woche Berlin:

Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE)
Christoph Minhoff (Hauptgeschäftsführer)
Telefon: +49 30 200786-135

Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Telefon: 030 / 31 904 – 0

Dr. Michael Lohse (Pressesprecher)
Telefon: +49 (0)30 319 04 239,

Presseteam (DBV):
Frau Patsy Thimm,
Tel.: +49 (0)30 31904239,

Herr Ulrich Wiltsch,
Tel.: +49 (0)30 31904238

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Dienstsitz Bonn: Tel.: 02 28 / 9 95 29 – 0
Dienstsitz Berlin: Tel.: 03 0 / 1 85 29 – 0

Mareike Enderle (Pressereferentin)
Telefon: 030/185293176

Was du erwähnen kannst:

  • Die Grüne Woche dient nur der Propaganda für Besucher_innen und Medien
  • Die Messe dient zur Vernetzung der Akteur*innen aus Wirtschaft und Politik. Es handelt sich also um eine reine Lobby-Veranstaltung in mehrfachem Sinn.
  • Der ErlebnisBauernhof stellt nicht wie behauptet die Realität der „Nutztier“-Haltung dar, sondern dient lediglich dazu, die Brutalität der Tierausbeutung zu verschleiern.
  • Du wirst mit deinem Bekannten- und Freund_innenkreis über Unterdrückung, Tierausbeutung und Umweltzerstörung des kapitalistischen Landwirtschaftssystems – für die die Grüne Woche steht – diskutieren.
  • Du wirst allen Menschen in deinem Umfeld davon abraten zur Grünen Woche zu gehen.
  • E-Mails schreiben:

    Adressen: i.willoh@fnl.de; info@fnl.de; rogall@messe-berlin.de; jaeger@messe-berlin.de; dreimann@messe-berlin.de; igw@messe-berlin.de; hofer@messe-berlin.de; cminhoff@bve-online.de; dbv@bauernverband.net; presse@bauernverband.net; info@bauernverband.net; m.lohse@bauernverband.net; P.Thimm@bauernverband.net; U.Wiltsch@bauernverband.net; poststelle@bmelv.bund.de

    Einen Beispieltext findest du ganz unten an diesem Beitrag!

    Kommentieren:

    Bitte hinterlasst in sozialen Netzwerken zahlreiche Kommentare.
    Geeignet sind zum Beispiel die Profile der Grünen Woche (Facebook; Twitter; Youtube
    ), des ErlebnisBauernhofs (Facebook), der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) (Facebook)

    Beispielkommentare:

  • Der Erlebnisbauernhof dient dazu, die Brutalität der industriellen Tierhaltung zu verschleiern.
  • Ich habe die Lügenmärchen und Verschleierungstaktiken der „Grünen Woche“ satt.
  • Tiere sind empfindungsfähige Lebewesen, keine Waren oder Ausstellungsstücke.
  • Bitte ladet eure Freund_innen zum Aktionstag ein und empfehlt den Link. Nehmt am Facebookevent teil. Teilt die Protestaktion auf Webseiten, Blogs, in sozialen Netzwerken weiter und schickt sie über entsprechende Mailinglisten.

    Beispieltext für E-Mails:

    Persönliche Briefe zeigen immer den größten Einfluss. Du kannst gerne den unten stehenden Text verwenden; deine Nachricht wird jedoch gewichtiger ausfallen, wenn du einen eigenen Text und Betreff einfügst.

    Betreff: Grüne Woche – Nein Danke!

    Als weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau steht die Grüne Woche für die Unterdrückung, Tierausbeutung und Umweltzerstörung des kapitalistischen Landwirtschaftssystems, gegen die Millionen Menschen überall auf dem Planeten seit Jahrzehnten und Jahrhunderten gemeinsam kämpfen. Hier feiert sich alljährlich die Agrarindustrie selbst und verschleiert die mit den Profiten einhergehende Ausbeutung von Mensch, Tier* und Umwelt. Sie ist ein Propagandawerkzeug für Besucher_innen und Medien und eine Lobby-Veranstaltung, bei der die (Land-)Wirtschaft die Landwirtschaftspolitik in ihrem Sinne und auf Kosten von Mensch, Tier* und Umwelt beeinflusst.

    Tiere* werden milliardenfach eingesperrt, verstümmelt und für die Fleisch-, Eier- und Milchproduktion getötet. Auf der „Grünen Woche“ wird das brutale Vorgehen nicht gezeigt. Diverse „Nutztier“-Schauen und vor allem der ErlebnisBauernhof dienen im Gegenteil dazu, die Grausamkeit der Tierausbeutung zu verschleiern. Die gesündesten Exemplare der neuesten „Nutztier“-Rassen werden in den hygienischen Messehallen präsentiert. Durch den direkten Kontakt, fröhliche Bilder und vielfältige Kostproben sollen die Besucher*innen ihr Vertrauen in die Industrie zurückgewinnen. Diese geschönte Tierhaltung hat jedoch nichts mit der Realität zu tun.

    Überzüchtete „Nutztiere“ dienen allein der effizienten Umwandlung von Futter in Produkte zum Verkauf. Schweine leben auf engsten Raum auf Spaltenböden, mit kupierten Schwänzen, narkosefrei kastriert. Legehennen in übervollen Ställen, ohne Chance, ihren natürlichen Bedürfnissen nach Sandscharren und Nestbau nachgehen zu können. Masthühner mit Verhaltensstörungen und zahlreichen Krankheiten, die direkt auf die Mastbedingungen zurückgehen. Kälber, die nach ihren Müttern schreien, von denen sie entfernt wurden, weil der Mensch Kuhmilch als unverzichtbares gesundes Lebensmittel ansieht. Grausame Akkordschlachtungen, die auch mal schiefgehen, sodass Tiere bei vollem Bewusstsein ausbluten. Diese Praxis ist nicht nur grausam, sondern auch völlig unnötig, da Menschen für ein gutes Leben keinerlei „Tierprodukte“ benötigen.
    Darüber hinaus steht die Grüne Woche für industrielle Landwirtschaft, für den Hunger von über einer Milliarde Menschen durch Ungleichverteilung, für die neokoloniale Plünderung der Landwirtschaften des Südens, für Landgrabbing, für die Ausbeutung von Arbeiter*innen in der globalen Landwirtschaft, für die Herrschaft der Agrochemie, für die dramatische Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Mineraldünger, für den Verlust jeglichen Kreislaufwirtschaftens, für Gentechnik und die Patentierung von Leben, für die Privatisierung unseres Saatguts, für die Zerstörung von Böden, Klima und Gewässern, für die Vernichtung der Regenwälder, für die Tötung der Meere, für die Industrialisierung auch des „Bio“-Bereichs, für immer weiter fortschreitende Kapitalkonzentrationen in allen Sektoren der Lebensmittelerzeugung, gegen kleinbäuerliche Landwirtschaft und Ernährungssouveränität, für die obszöne Verschwendung von Lebensmitteln, für die Umwandlung von vielfältigen, lebenswerten Landschaften in Monokultur- und Gülleflächen und für vieles mehr.

    Dies alles sind die zwangsläufigen Folgen unseres marktwirtschaftlich-kapitalistischen (Land-)Wirtschaftssystems. Folgen, die auf der „Grünen Woche“ nicht thematisiert werden. Stattdessen dienen Lobbyveranstaltungen dazu, die globalen Zusammenhänge zu verschleiern und die Landwirtschaftsindustrie in einem positiven Licht darzustellen. Dabei ist das Bestehende nicht alternativlos, und Alternativen für eine gerechtere, bedürfnisorientierte und ernsthaft nachhaltige (Land-)Wirtschaft sind am entstehen.

    Wir fordern Sie auf, den Lügenmärchen ein Ende zu machen und sich nicht weiter an Propaganda für das bestehende marktwirtschaftlich-kapitalistische (Land-)Wirtschaftssystem zu beteiligen. Machen Sie sich selbst die Problematik bewusst, informieren Sie sich über alternative Ansätze und seien Sie Teil eines globalen Umdenkens. Die Normalität erscheint notwendig und alternativlos, ist es aber nicht. Zahlreiche historische Umbrüche belegen die Möglichkeit grundlegender Systemwechsel. In Anbetracht der fortschreitenden Zerstörung des Planeten ist es allerhöchste Zeit, dass auch Sie diese Möglichkeit erkennen und entsprechend handeln.