Pro-Fleisch-Demo

Hier das Video zur Pro-Fleisch-Demo am Freitag vor und in dem Frische Forum Fleisch:

Hier die Rede:

Sehr geehrte Fleischliebhaber und Liebhaberinnen, liebe Freund_innen des guten Geschmacks,
ich freue mich, dass ihr, trotz der Winterzeit und der kalten Temperaturen, so zahlreich hier erschienen seid. Wir haben uns hier heute versammelt, weil es schlecht aussieht um die Esskultur in deutschen Landen. Viele Menschen meinen, dass Fleisch ein unmoralisches Nahrungsmittel wäre, ein Nahrungsmittel, dass nicht mehr zeitgemäß ist. Leider wächst die Zahl der Menschen, die diesem Irrglauben anhängen stätig und sie verschaffen sich immer mehr Gehör in der Gesellschaft. Sie fordern ein Umdenken, ein anders denken, gar ein anders Essen. Sie meinen „Tiere sind keine Nahrungsmittel“ – was für ein fataler Irrglauben.

Denken wir nur an die vielen Schweine, Hühner, Kühe, Schafe, Puten, Büffel, Ziegen, Hasen, Gänse oder Frösche – den Genuss ihrer Körperteile sollen wir uns verwehren? Freiwillig? Warum?
Fleisch ist ein Grundnahrungsmittel und Tiere sind dessen Rohstoff. Die Verwertung dieses Rohstoffs zum Nutzen für den Menschen, ist das höchste Glück für ein Tier. Tiere werden für die Fleischerzeugung produziert – wozu sollten sie sonst da sein?
„Tiere sind zum Essen da!“

Doch durch die ideologisch geprägte Meinungsmache radikaler Tierschützer, fanatischer Umweltschützer und extremistischer Vegetarierinnen oder gar Kampfveganerinnen, die von fleischlosem Essen und ländlicher Idylle träumen, werden mehr und mehr Verbraucher verunsichert. Diese veganischen Extremisten haben es geschafft, dass inzwischen Geflügel-, Schweine- und Rinderhalter sich mit dem Thema „Tierwohl“ auseinandersetzen müssen. Diese fanatischen vegetarischen Weltverbesserer meinen Fleischerzeuger sind kaltherzige Unternehmer, die Turbomastschweine, Rinder oder Hühner züchten, die sie in dunklen, kalten Ställen wegsperren und unter Verabreichung von Doping zu schnellstem Wachstum pushen. Diese Horrorszenarien werden auch von Wissenschaftlern und Tierschutzverbänden in den Medien verbreitet.

Wir dürfen die Kraft der Indoktrination durch diese Fanatiker nicht unterschätzen. Auf Dauer wird es gefährlich, wenn ein Großteil der Bevölkerung nicht mehr versteht, warum Kälber von ihren Müttern getrennt werden müssen, Schweinen Kraftfutter gefüttert wird oder dass die Hühnerhaltung in Kleingruppenkäfigen am praktischsten ist. Das tun wir doch zum Wohle aller,
denn „Schweinefleisch ist Menschenrecht!“

Das Unfassbare ist aber, dass zigtausende Verbraucher sich mittlerweile von solchen „Hetz-Kampagnen“ gegen die „Massentierhaltung“ angesprochen fühlen – und sie halten die darin verbreiteten Unwahrheiten für zutreffend. Trotz der großen Verantwortung, die alle Akteure der Tierzerlegungsbranche zeigen, sieht sie sich immer öfters den geschilderten Missverständnissen und Vorurteilen ausgesetzt.
Das hat fatale Folgen: Eine steigende Anzahl von Menschen will auf Fleisch verzichten – das schlägt sich in sinkenden Verkaufszahlen in Deutschland nieder. Umsatz- und Gewinneinbußen zwingen die Fleischwirtschaft in eine Verteidigungs- und Rechtfertigungshaltung gegenüber Kritik aus den Medien und der Bevölkerung.

Es kann nicht sein, dass die Fleischwirtschaft immer wieder in die Verteidigung gedrängt wird. Dass sie sich mit Kritik an ihren Unternehmungen auseinandersetzen muss. Als ein Motor des Wirtschaftswachstums müssen die Interessen der Fleischindustrie im Vordergrund stehen. Ethik und Mitgefühl für Tiere dürfen einer gesunden Wirtschaft nicht im Wege stehen. Eine Versachlichung der Debatte ist mehr als wünschenswert.
„Mehr Tierfabriken jetzt und hier!“

Deshalb sind wir heute hier! Um unsere bedingungslose Solidarität und unser grenzenloses Mitgefühl für die immer stärker kritisierte Fleisch-verarbeitende Industrie zu bekunden.

„Fleisch für alle – sonst gibt’s Krawalle“