Archiv der Kategorie 'Hintergründe'

Interview von Landwirtschaftsminister Friedrich mit Topagrar ist ein Fake

Wie wir soeben erfahren haben, war das Interview von Landwirtschaftsminister Friedrich mit der Landwirtschaftszeitung Topagrar, auf das wir uns in einer Pressemitteilung bezogen haben, nicht echt.

Es wurde von Unbekannten fingiert, um eine Diskussion anzustoßen. Das wurde uns zumindest in einer E-Mail von den MacherInnen geschrieben. Sie schreiben außerdem, dass die vermeintlichen Aussagen von Friedrich nicht einfach so ausgedacht waren. Vieles davon komme in Äußerungen und Publikationen von ihm und anderen regierungsnahen Menschen vor. Hier kopieren wir die Darstellung dieser Anlehnungen aus der Mail:
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Nein, Stalinisten sind wir nicht :)

Wir freuen uns ja durchaus über die Aufmerksamkeit. Das Niveau dieses Textes von Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer vom Lobbyverein der deutschen Ernährungsindustrie, der vor zwei Tagen im vereinseigenen Blog mit dem schönen Namen „Filetspitzen“ (siehe Foto) erschien, lässt aber durchaus zu wünschen übrig.

Minhoff hat wohl über die Flyer, die die echten Flyer der Grünen Woche parodieren, von „Grüne Woche demaskieren!“ Wind bekommen und ein Pamphlet gegen unsere „kruden Ideen“ verfasst.
Leider verzichtet er darauf, auch nur die leisteste Spur eines Arguments gegen unsere Kritik an der Messe und der gegenwärtigen Landwirtschaft vorzubringen und verlässt sich stattdessen darauf, dass es für seine AnhängerInnen ausreicht, uns als „radikal“ zu bezeichnen. Aber so kennen wir es ja: Wer keine Argumente hat, wirft den KritikerInnen Radikalität oder Ideologie vor. (mehr…)

Warum für Tierbefreiung?

Einer unserer zentralen Kritikpunkte an der gegenwärtigen Landwirtschaft ist, dass sie nichtmenschliche Tiere in milliardenfacher Zahl zur Produktion von „Fleisch“, Milch und Eiern ausbeutet. Die Aktionsgruppe „Grüne Woche demaskieren!“ vertritt dagegen eine Tierbefreiungsposition, setzt sich also für die Abschaffung dieser Ausbeutung ein. Warum?

Es gibt viele Motive und Argumente für diese Position. Ein ziemlich simples ethisches Argument lautet folgendermaßen:

1. Die typischern „Nutztiere“ wir Hühner, Schweine, Rinder, Gänse oder Kaninchen sind empfindungsfähige Lebewesen, die komplexe Eigenschaften, Bedürfnisse und Interessen haben. Sie sind Subjekte mit einer eigenen Perspektive auf die Welt, nicht bloß Dinge. In wesentlichen Eigenschaften sind sie uns sehr änlich: Sie können leiden, sie können Freude empfinden, Spaß haben oder sich langweilen, sie gehen soziale Beziehungen mit anderen ein, sie empfinden Trennungsschmerz und vieles mehr. Als empfindungsfähige Subjekte sind sie ethisch zu berücksichtigen, d.h. ihre Bedürfnisse und Interessen sind bei Handlungsentscheidungen miteinzubeziehen. (mehr…)

Mobi-Video

Hier ist ein nigelnagelneues Video zu „Grüne Woche demaskieren!“.
Gerne fleißig teilen und verbreiten!

Welthandel und Welthunger

Bei diesem Text handelt es sich um einen Redebeitrag von Erasmus Müller zur Welthungerdemo 2008 in Köln. Da die Kernpunkte bis heute gültig sind, wird der Text mit freundlicher Erlaubnis des Autors hier noch einmal veröffentlicht. Er macht verständlich, warum wir uns gegen die kapitalistische Landwirtschaft einsetzen.

--> Als kleiner Junge dachte ich: Hunger in armen Ländern kommt daher, dass da nichts wächst und auch noch ständig Dürre ist. Heute weiß ich: In vielen der Länder, in denen wirklich gehungert wird, wächst viel mehr als bei uns, wo fast ein halbes Jahr Winter ist. Heute weiß ich: Dass 850 Millionen Menschen hungern, ist ein schmutziges Spiel mit vielen Akteuren. Und wie immer ist es nicht nur Zufall, wenn es jemandem wirtschaftlich dreckig geht. (mehr…)